Hakan Nesser Am Abend des Morder

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Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält Barbarotti von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche keine Mörderin.

Nun ist also der 5. Band mit dem sehr speziellen Kommissar Barbarotti erschienen. Und wie immer muß man sich daran gewöhnen, dass er sehr speziell an seine Fälle herangeht. In diesem Band, nach dem Tod seiner Ehefrau, merkt man, dass ihm droht der Boden unter den Füßen zu entgleiten. Die beste Therapie für ihn die Arbeit.
Das Arbeiten an dem Fall ist durchsetzt mit der Beschäftigung mit philosophischen und religiösen Fragen.
Auch wenn man als erfahrener Krimileser sehr schnell meint, den Fall gelöst zu haben, sollte man das Buch fertig lesen. Die Überraschung kommt gewiss.
Es ist eine Genuss sich auf die Sprachgewandtheit und Sprachfreude einzulassen. Ein Nesser so wie wir ihn kennen und sogar noch ein Tüpfelchen besser.

btb
9,99 €