IMG_1443-0.JPGJan Costin Wagners neuer Kimmo-Joentaa-Roman ist eine hochspannende und zutiefst intensive Elegie auf den Tod in einer aus den Fugen geratenen Welt

Anfang Mai, im finnischen Turku fällt der letzte Schnee. Kimmo Joentaa wird gleich zwei Mal gerufen: an einen Unfallort, an dem eine Elfjährige durch einen Unbekannten ums Leben gekommen ist, und an einen Tatort, an dem zwei unbekannte Tote auf einer Parkbank liegen, als würden sie schlafen. Für den Vater des bei dem Unfall verstorbenen Mädchens wird Kimmo Joentaa zum Begleiter in der Trauer, während er gleichzeitig daran arbeitet, die Unfallflucht und den Doppelmord aufzuklären. Die Ermittlung führt Joentaa in ein fatales Beziehungsgeflecht, das Menschen, die ursprünglich nichts verband, schicksalhaft zusammengeführt hat: einen Architekten, der den festen Glauben an die Symmetrie des Lebens verliert, einen Schüler, der unaufhaltsam auf einen Amoklauf zusteuert, eine junge Frau, die versucht, der Armut zu entkommen, und einen Investmentbanker, der sich im Dickicht seines Doppellebens verliert. 

Drei Geschichten, die dem Anschein nach nichts miteinander zutun haben und dann nach und nach schließen sich zögerlich die Kreise.

Zu Anfang lese ich, selbst da ich die Bücher von Jan Costin kenne, zögernd, teilweise kopfschüttelnd. Ich finde nur sehr schwer hinein, in diesen sehr speziellen Stil. Doch sehr bald werde ich unbemerkt hineingezogen in die Ereignisse, in die sehr eindringliche Wortwahl, in das Buch.

Und dann gegen Ende die Erkenntnis ……!

Also, unbedingt lesen.

Goldmann, Tb € 9,99

ISBN 978-3-442-47407-3